Rang 12: Amon knackt in Guiyang die internationale Fünf-Sekunden-Marke

Meilenstein für Kevin Amon bei der World Climbing Series in Guiyang (CHN): Der Niederösterreicher blieb erstmals auf einer homologierten internationalen Speedwand im Weltcup unter der magischen Fünf-Sekunden-Marke und zog als Zehnter souverän ins Finale der besten 32 Athleten ein.

Dort kämpfte sich Österreichs Speed-Aushängeschild bis ins Viertelfinale und sorgte mit Rang zwölf für ein richtungsweisendes Spitzenresultat. Lukas Windischer sammelte bei seinem ersten Übersee-Wettkampf wertvolle Erfahrungen.

Das neue Vier-Lane-Speedformat, das 2026 erstmals bei ausgewählten Bewerben der World Climbing Series zum Einsatz kommt, bescherte Kevin Amon in China einen ganz besonderen Moment. Statt wie im klassischen Speed auf zwei Bahnen standen dem Österreicher in der Qualifikation vier Versuche auf vier unterschiedlichen Lanes zur Verfügung. Die schnellste Zeit entschied über den Einzug ins 32-köpfige Finale.  

Der 21-Jährige präsentierte sich dabei trotz schwieriger Bedingungen von Beginn an konstant, ehe auf Lane C der große Wurf folgte: 4,98 Sekunden – neuer österreichischer Rekord! Erstmals blieb der Niederösterreicher bei einem internationalen Bewerb unter fünf Sekunden. Damit war der Finaleinzug bereits vor dem letzten Versuch abgesichert. Auch dort unterstrich Amon trotz zweier gröberer Fehler mit einer Zeit knapp über fünf Sekunden seine starke Form.

„Im dritten Lauf hat es endlich einmal mit einer Vierer-Zeit funktioniert. Das ist natürlich richtig geil, dass es jetzt auch international geklappt hat. Zum ersten Mal musste ich nicht bis zum Ende um den Finaleinzug zittern – nach dem dritten Lauf war klar, dass es locker reicht. Drei meiner vier Läufe hätten für das Finale gereicht und Platz zehn in der Qualifikation ist mit Abstand meine beste Platzierung bisher“, freute sich Amon.

Bis ins Viertelfinale

Auch in der K.o.-Phase ließ sich Amon nicht aus dem Rhythmus bringen. Im Achtelfinale gehörte er zu den zwei Schnellsten seines Vierer-Runs und löste damit souverän das Ticket für die nächste Runde. Erst im Viertelfinale war Endstation: Mit 5,20 Sekunden belegte der Niederösterreicher in seinem Lauf Rang drei, nur die beiden Schnellsten stiegen ins Halbfinale auf. In der Endabrechnung stand für Amon Rang zwölf – und damit ein starkes internationales Ergebnis. „Natürlich wäre noch mehr möglich gewesen. Aber das kann man nicht erzwingen, es muss auch einfach passieren. Mit dem Wettkampf bin ich wirklich happy und kann mich überhaupt nicht beschweren“, resümierte Amon. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt ohnehin nicht: Bereits am Wochenende wartet in China die nächste Gelegenheit.


Für Lukas Windischer (Rang 43) bedeutete Guiyang gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland. Der Österreicher bestritt seinen ersten Übersee-Wettkampf und war erstmals überhaupt in Asien am Start. Seine schnellste Zeit erzielte er ebenfalls auf Lane C mit 5,67 Sekunden. „Es war mein erster Übersee-Wettkampf und überhaupt mein erstes Mal in Asien – eine komplett neue Erfahrung für mich. Im Wettkampf war es nicht ganz einfach, von Beginn an voll ans Limit zu gehen. Grundsätzlich ist es für mich aber egal, ob wir im Zwei- oder Vier-Lane-Format antreten. Das Vier-Lane-Format bietet mehr Versuche und damit auch mehr Möglichkeiten, Fehler auszubessern. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Bewerbe und darauf, diese Erfahrungen mitzunehmen“, so Windischer, der am Sonntag mit Kevin Amon den Team-Relay-Bewerb in Guiyang bestreiten wird.

 

Den Sieg bei den Herren holte sich der erst 19-jährige Indonesier Antasyafi Robby Al Hilmi, der sich im Finale in 4,65 Sekunden vor den beiden Lokalmatadoren Yongzhi Ling (4,75) und Shouhong Chu (4,80) durchsetzte.

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