Windischer überzeugt mit Bestleistung

Johanna Nagl und Lukas Windischer haben bei der World Climbing Europe Series Barcelona 2026 mit starken Qualifikationsleistungen aufgezeigt.

Johanna Nagl und Lukas Windischer zogen jeweils souverän in die Finalrunde ein, mussten sich dort jedoch bereits im Achtelfinale geschlagen geben. Nagl belegte Rang elf, Windischer wurde Achter.

 

Die Bewerbe fanden am Freitagabend auf einer eigens errichteten Speedwand im Infield des Formel-1-Kurses von Barcelona statt. Der Wettkampf verlief allerdings unter schwierigen Rahmenbedingungen. Organisatorische Probleme und Verzögerungen sorgten bereits im „Practice“ für Unruhe, dennoch gelang es dem österreichischen Team, sich im Wettkampf zu steigern.

 

„Die Vorbereitung auf den Wettkampf war alles andere als ideal. Durch organisatorische Probleme konnten wir im Training kaum vernünftig arbeiten. Dafür haben wir uns in der Qualifikation noch gut gefangen. Insgesamt haben wir aber unsere Leistungsfähigkeit nicht vollständig an die Wand gebracht. Daraus müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen und es beim nächsten Mal besser machen“, resümierte KVÖ-Nationalcoach Fabian Ebenhoch.

 

Nagl überzeugt in der Qualifikation

 

Johanna Nagl präsentierte sich in der Qualifikation trotz schwieriger Bedingungen in starker Form. Die Niederösterreicherin erreichte in 7,51 Sekunden den hervorragenden vierten Platz und qualifizierte sich damit souverän für die Finalrunde. Dort verlief ihr Achtelfinale allerdings nicht nach Wunsch. Nach einem ungewohnten Fehler fand Nagl nicht mehr in ihren Rhythmus und musste sich früh verabschieden. Am Ende stand Rang elf zu Buche – ein Ergebnis, das das vorhandene Potenzial nur teilweise widerspiegelte.

 

„Die Enttäuschung ist im Moment natürlich groß. Mit Platz vier in der Qualifikation habe ich mir eine richtig gute Ausgangsposition erarbeitet und wusste, dass einiges möglich gewesen wäre. Leider ist mir im Finale ein Fehler passiert, den ich normalerweise nie mache. Jetzt gilt es, den Wettkampf abzuhaken und den Fokus auf unseren Heimweltcup in St. Pölten zu richten“, sagte Nagl.

 

Windischer mit Wettkampf-Bestleistung

 

Auch Lukas Windischer wusste zu überzeugen. Der Tiroler steigerte sich nach einem kontrollierten ersten Qualifikationslauf deutlich und erreichte mit 5,412 Sekunden eine persönliche Wettkampf-Bestleistung. Als Achter zog er souverän in die Finalrunde ein. Im Achtelfinale musste sich Windischer nach einem kleinen Fehler knapp geschlagen geben und belegte am Ende Rang acht. Den Sprung unter die besten 16 verpassten Lukas Knapp (21./5,63), Tobias Plangger (22./5,69), Lawrence Bogeschdorfer (24./5,726) und Alexander Bergmann (26./5,74).

 

„Mit der Qualifikation bin ich wirklich sehr zufrieden. Ich konnte eine neue persönliche Wettkampf-Bestzeit klettern und bin trotz der großen Hitze gut zurechtgekommen. Im Finale ist mir zwar ein kleiner Fehler passiert, trotzdem war die Zeit noch ordentlich. Das erste Finale bei einem Erwachsenenbewerb gibt mir viel Selbstvertrauen und ich freue mich schon auf den nächsten Wettkampf in St. Pölten“, erklärte Windischer.

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